Bewusstsein

Health is the greatest gift, contentment the greatest wealth, faithfulness the best relationship.
Buddha

Viele Menschen - vielleicht auch du - empfinden die Beschreibung von Positivem schnell als kitschig, weil sie es nicht gewohnt sind. Typischerweise umgeben wir alle uns, meist unbewusst, mit fast ausschließlich Belastendem und so kommt eine Dissonanz zwischen Realem und Empfundenem zustande. Genau dieses Bewusstsein ist es, das wir brauchen um Positives auch als positiv wahrnehmen zu können.

Warnung

Bewusstsein ist wie ein Scheinwerfer, den wir bewegen müssen, um mehr als einen Punkt zu sehen. Bewusstsein entwickelt sich nur, wenn wir in der Lage sind, von vielen Seiten zu blicken. Bewusstsein ist das Wissen um Zusammenhänge zwischen Dingen, die uns unmittelbar berühren. Bewusst sein heißt, zu bemerken, dass die Dinge, die für mich funktionieren, nicht für alle Anderen auf die selbe Weise funktionieren.

Bewusst sein heißt, zu bemerken, dass wir alle auf einer gleichen Basis stehen aber der Weg zu einem Guten nicht für jeden über den selben Weg verlaufen muss. Bewusst sein heißt, zu bemerken, dass wir füreinander wirken müssen und nicht gegeneinander.

Bewusstsein heißt, seinen ständigen Irrtum zu bemerken, zu akzeptieren und nicht tot zu schweigen.

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Bewusst sein lernen?

Das hier soll keine wissenschaftliche Darstellung über das Bewusstsein im mechanistischen Sinne sein, sondern es geht hier um die Frage nach dem bewussten Sein.

Bin ich fremdgesteuert oder kann ich mich reflektieren? Bemerke ich die Einflüsse, die mich motivieren? Handle ich auf der Basis meiner Bedürfnisse in einem Rahmen, der auch der Gesellschaft zuträglich ist? Kann ich frei denken? Frage ich nach Sinn oder geht es mir um ökonomischen Sinn?

Zu fragen, ob ich etwas nicht bemerke, ist eine problematische Sache. Könnte ich diese Frage beantworten, gäbe es kein Defizit. Meine ich aber, ich bemerke alles, kann diese Aussage entweder korrekt oder inkorrekt sein.

Bewusst sein hat wohl etwas mit einer Harmonie aus innerer Erlebniswelt und äußerer Wirkung zu tun. Fühlst du dich, ganz einfach ausgedrückt, stimmig, dann ist das ein guter Indikator. Allerdings ist die Meinung ich bin super nicht selten ein Zeichen für eine Störung im Bereich Wahrnehmung.

Warum? Mechanistisch könnte man diese Technik als Triangulieren bezeichnen. Es geht um die Änderung der eigenen Denkperspektive, um das, was wir als Realität bezeichnen. Wir lernen das Begreifen aus unterschiedlichen Richtungen und können dadurch besser erkennen, worum es sich bei dem, was wir zu erkennen meinen, wirklich handelt.

Es gibt wohl nur einen Weg, bewusstes Sein zu erlernen und zu überprüfen, wir müssen unsere Gewohnheiten aktiv hinterfragen und in fast allen Bereichen etwas anders machen als bisher. Informationen aus anderen Quellen beziehen, andere Wege gehen, anders kommunizieren, die Definitionen der vermeintlich wohl bekannten Sprache hinterfragen, nicht weniger als den Sinn des eigenen Lebens hinterfragen!

Ich denke, die westliche Welt unterligt im Jahre 2020 dem kolossalen Irrtum, die Machtpyramide und damit das Geldsystem seien alternativlos, gäbe es diese Strukturen nicht, läge jeder auf dem Sofa.

Die Informationen darüber, wie viele Menschen einem Job nachgehen, der sie und andere zerstört oder der holistisch gesehen völlig unsinnig ist, sind nicht greifbar.

Die Welt der Werbung oder auch Propaganda zeigt auf, dass du nur bist, was du hast. Du sollst vorsorgen und nachsorgen, im Morgen leben und Güter nutzen, um Natürliches zu umgehen.

So entstand bisher eine Welt der Geschwindigkeit, Kriege und Unterdrückung. Eine Welt, in der Menschen sich ständig mit Gift umgeben und auf der einen Seite versuchen ungelenk zu reparieren, was sie auf der anderen Seite zerstören.

Dass es einzig an Bewusstsein mangelt, um für alle eine gute Welt zu realisieren, das bemerkt die große Masse, dank Schulen und anderer Institutionen, nicht.

Die Interessen hinter diesen Institutionen sind: Selbsterhalt der bisherigen Strukturen um die eigenen Vorteile zu sichern. Es gibt hier kein Bewusstsein im Sinne einer holistischen Denkweise auf Basis der Naturgesetze, kein Bewusstsein über Gesundheit und Konzepte wie natürliches Glück, sondern fast ausschließlich Gier und Machtkampf.

Wie also für Bewusstsein als einen Startpunkt in eine, für alle, gute Welt werben? Wo anfangen? Wie wäre es mit dem ersten Schritt!

Alles ist gesagt

Kaum einer von uns bringt etwas wirklich neues in die Welt ein. Das zu erkennen und dem Impuls, sich niedergeschlagen zu fühlen, mit Neugier zu begegnen ist ein großer Schritt auf dem Weg in eine positive Gesellschaft. Nicht auf Anderen abladen, sondern sich selbst erforschen, das ist wohl die größte Aufgabe und auch die spannendste.

Der Weg zum bewussten Sein oder zu Bewusstsein muss also zwangsläufig über innere Reflexion führen. Langweile dich, beobachte die Welt und übe Fragen zu stellen. Hinterfrage alles und besonders dich selbst. Frage so oft warum, bis du bemerkst was dich irritiert oder interessiert!

Wenn es anfängt unangenehm zu werden, dann hast du dich auf einen langen aber lohnenden Weg gemacht.

Erkenntnis und Inspiration

Sich selbst zu kennen, ist die erste aller Wissenschaften.
Platon

Wundern wir uns über uns selbst und probieren uns zu erkennen und zu hinterfragen? Oder wundern wir uns darüber wie wir Anderen gefallen können?

Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen, ob er sie ertragen kann
Ernst R. Hauschka

Ein falsches Leben ist der beste Weg in die Unzufriedenheit, in Krankheit und eine negative Gesellschaft. Überlagern wir unsere Bedürfnisse mit den Hirngespinsten Anderer, denen wir nützlich sein sollen? Bemerken wir das? Gibt es Ecken in uns, in die wir nicht sehen wollen und aufgebracht sind und uns verteidigen, wenn Andere sie ansprechen? Was ist das Schlimmste was uns passieren kann? Wovor haben wir eine solche Angst? Warum reagieren wir angstvoll? Wo wurden diese Weichen gestellt? Sehen wir all diese Fragen?

Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.
Sir Arthur Conan Doyle

Wir strecken uns ewig nach der Decke und erzählen uns Generation für Generation wie toll das Leben auf der Leiter ist. Weder ist die Leiter gut, noch ist ein Leben auf so einer Leiter gesund. Kooperation vor Konkurrenz! Alles Gute auf der Welt ist aus dem Miteinander, dem Füreinander und dem freien Austausch der Ideen entstanden, alles Gute basiert auf Zugkräften, auf Neugier und Geselligkeit. Den anderen Weg sind wir bereits gegangen. Es ist endlich Zeit für neues Denken, alles andere ist kalter Kaffee!

Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
Max Frisch

Sprich das aus, was du fühlst, sei wer du bist und nicht wer du meinst sein zu müssen. Kaum einer im Jahr 2020 wird damit umgehen können, aber du kannst niemanden schieben, nur neugierig machen!

Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist.
Christian Morgenstern

Eine Waage kippt, wenn mehr auf der einen als auf der anderen Seite ist. Trotzdem ist keine Seite plötzlich leer. Alles hat seinen Platz, lassen wir uns leben und schätzen unsere Vielfalt. Neues hat seinen Platz, wie die Tradition. Den Vorteil von Dynamik zu kennen, ist wichtig.

Wahrheiten, die niemanden ärgern, sind meist nur halbe.
Jupp Müller

Wir wachsen und lernen, wenn wir irritiert sind. Wir sollten uns darüber wundern, warum wir ablehnen, was uns weiter bringt. Warum wir lieber in bekannten Ketten bleiben als unbekannte Felder zu erkunden.

Am meisten fühlt man sich von einer Wahrheit getroffen, die man selbst verheimlichen wollte.
Friedl Beutelrock

Haben wir uns solange eingeredet, dass wir Furcht brauchen, sodass wir uns nun von der eigenen Gesundung verletzt fühlen müssen? Was hat diese Krankheit ausgelöst? Warum bekämpfen wir jeden, der uns andere Wege zeigt? Fühlen wir uns ohnmächtig jeder Meinung ausgeliefert als sei sie ein Befehl an uns, dem wir gehorchen müssten? Was lähmt uns so? Bemerken wir diese Zwanghaftigkeit? Reden wir uns ein, es sei normal? Es sei gut so?

Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.
Alfred Polgar

Wollen wir uns an eine positive Welt gewöhnen, an die Selbstverständlichkeit, gebraucht zu werden und nützlich zu sein, dann sollten wir schnellstmöglich begreifen, dass wir uns bis zum Jahr 2020 eine soziale Hölle aufrecht erhalten haben, die alles ist, nur nicht gut. Wenn du einen Garten hast, indem etwas gut wächst und anderes gar nicht, dann wirst du probieren, immer mehr Flächen in eine Oase zu verwandeln, du probierst, positiv zu wirken und nicht ein Meer an welken Gewächsen zu züchten. Es ist mit allem Anderen genau so!

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
Berthold Brecht

Neugier und Hilfsbereitschaft bringen uns alle voran. Das Wissen über die positive, sittliche Natur des Menschen bringt die Herausforderung mit sich, solche Leute zu erkennen, die krank sind. Geld ist ein Werkzeug, dieses Werkzeug wird seit jeher missbraucht. Könige, Gewalttäter, es gibt viele Beispiele von fehlgeschlagenen Entwürfen von Gesellschaft. Zu tun, was notwendig ist, einander zu unterstützen, zu forschen und zu automatisieren, ist gut. Überfluss ist möglich, heute. Wir können ein Paradies ohne Verschmutzung aufbauen und das ewige Wachstum verlagern wir in den Bereich der Qualität. Verbrecher gibt es nur dann, wenn es Leid und Schmerz gibt und genug Leute weg sehen! Wir sehen nicht weg, wir sind da, wir stehen füreinander ein, wir arbeiten jeden Tag daran, eine Vision zu erreichen, was niemals heißt, Abkürzungen zu gehen, niemals vorzutäuschen, sondern den Weg als das Ziel zu erkennen.

Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es uns beliebt.
Marie von Ebner-Eschenbach

Kontraste bereichern uns und wir erhalten Bereiche der Gleichheit. Japan ist nicht Japan ohne die japanischen Traditionen. Bis 2020 waren die USA eine Macht auf der Welt, die ihren Schmelztiegel der Kulturen überall verwirklichen wollte. Wir sehen uns nicht als die Ausnahmenation oder als Gottes Volk, wir sind alle Menschen, wir haben verschiedene Konzepte im Herzen und achten unsere Vielfalt ohne zu probieren jeden Raum auf dieser Welt gleich zu machen. Erst Kontraste lassen uns sehen, dazu müssen sie existieren dürfen und gepflegt werden.

Der Mensch von heute: das dümmste Lebewesen, das die Erde hervorgebracht hat: Er kriecht mit seinem Auto in der Großstadt wie eine Schnecke, nimmt die Umweltgifte in sich auf wie ein Staubsauger und ist obendrein noch stolz auf das, was er zustande gebracht hat.
John Boynton Priestley

Eines greift ins andere. Demut ist ein Werkzeug, als Gemeinschaft kluge Entscheidungen gehen zu können und hastige Irrtümer zu meiden.

Tritt eine Idee in einen holen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus - weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.
Charles-Louis de Montesquieu

Jeder trägt die Verantwortung dafür, seine Sicht auf die Welt auch immer als eine Sicht auf die Welt wahrzunehmen und zu beschreiben. Nichts wirkt negativer als blinde Horden zu mobilisieren, die beseelt von einem einfältigen Gedanken alles niederrennen. Bemerken wir unsere Neigung, die eigene Sicht als die Beste zu schätzen? Bemerken wir, dass selbst mit dieser Überzeugung alles worauf sich diese Überzeugung stützt, auf anderem aufbaut?

Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.
Georg Bernard Shaw

Wir haben lange gewartet um an diesem Punkt zu sein, wir haben Erfahrung genug, um uns dafür entscheiden zu können, keine Kompromisse mehr eingehen zu müssen. Keine Ausgrenzung mehr, keine Hast um des eigenen Vorteils willen, niemand bleibt traurig und allein zurück, niemand wird als Lappen abgetan. Fehler werden durch die Gemeinschaft korrigiert und nicht verspottet. Wir leben eine Welt des Aufbaus und nicht der Zerstörung. Wir leben in Kreisen und Kreisläufen, wir können verzichten und bereichern damit die Welt.

Sinn führt unsere bisherige Geld-Ökonomie in eine Effizienz-Ökonomie, da wo es sinnvoll und gut ist, zu sparen und wir verschwenden da, wo es positiv wirkt und Allem und Allen zugute kommt.

Die Liebe ist der einzige Weg, auf dem selbst die Dummen zu einer gewissen Größe gelangen.
Honore de Balzac

Der Schlüssel zu einer positiven Welt ist das Erkennen der eigenen Nützlichkeit durch die Liebe zu dem, was wir tun. Musik, Technik, der Dienst an der Gesellschaft, Geistestätigkeiten - wir alle haben etwas, das uns antreibt und das Miteinander mit anderen bereichert.

Wenn du dich jetzt fragst, was dieser Antrieb oder die Bereicherung bei dir sein könnten, lass’ dir sagen, dass das keine besondere Fähigkeit im herkömmlichen Sinne sein muss - vielleicht bist du besonders gut im Zuhören oder du erkennst den Wert der Natur ganz besonders gut.

Erkennen wir unseren bisherigen Mangel, den wir durch materielle Dinge und Errungenschaften in einem starren System der Angst versucht haben zu kompensieren?

Nichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß als das, was die Schüler wissen sollen
Johann Wolfgang von Goethe

Wir fürchten nicht mehr diejenigen, deren Horizont unseren in den Schatten stellt, wir bereichern uns gegenseitig und erkennen neue Dimensionen für uns. Wir bringen unsere Talente mit denen Anderer zusammen und schaffen so weitere neue Welten. Nicht mehr Geld bestimmt den Wert der Menschen, sondern ihre Unschädlichkeit, ihr Wesen für die Welt auf die ihnen angenehme Weise! Wir erkennen unseren bisherigen Irrtum und lernen daraus.

Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.
Jean-Jacques Rousseau

Je weiter sich unsere Erkenntnis ausdehnt, desto demütiger lernen wir zu fragen, was uns bewegt. Es sind nicht die ganz großen Kreise die uns immer wertvoller werden sondern auch die ganz kleinen, jede Facette der Welt kann ihr eigenes Universum sein.

Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.
Berthold Brecht

Viele Wege führen nicht nach Rom, zu erkennen, dass du nach Rom wolltest ist der Gewinn! Jeder Mensch, den du triffst, hat eine Geschichte zu erzählen, die du noch nicht gehört hast, die dich bereichern kann. Wir haben das Zählen gelernt, wir haben probiert, alles in Listen, Formeln und Muster zu stecken, jetzt ist es an der Zeit auch zu erkennen, wie viel Welt ausserhalb existiert. Etwas kann im Inneren größer sein als im Äußeren. Kein Weg ist eine Linie, zurück zu gehen ist kein Verlust, jeder Schritt ist ein Schritt und keine Mühe mehr. Wir erkennen, wie kurz wir auf dieser Welt sind und lernen die Furcht vor dem Zustand des Todes gegen ein Wertschätzen des Lebens zu tauschen.

Man sieht oft etwas hunderte Mal, tausende Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.
Christian Morgenstern

Viele Einflüsse bringen in den Dingen, die man meint, zu kennen, neue Verknüpfungen und genauso geht es jedem. Wir sehen, dass mehr zu wissen die Möglichkeit eröffnet noch mehr wissen zu können. Wir begreifen den Schatz dieses Lebens nicht im immer mehr sondern darin, den Blick auf die Weite dessen zu genießen, was uns nicht möglich ist, was wir aber bewundern können und wonach wir streben können.

Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen.
Jean Paul Sartre

Über lange Zeit haben wir uns beschnitten und verletzt, wir rannten Schreiern und Werbern hinterher, weil sie versprochen haben und wir geglaubt haben. Wir wollten nicht sehen und so mussten wir weinen. Gelernt haben wir daraus und nun ist die Möglichkeit da, uns um unser Miteinander in einer Weise zu kümmern, wie sie niemals zuvor möglich schien. Wir nehmen alle Erfahrung und bauen darauf auf!

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
Niccoló Machiavelli

Sehen wir den Eisberg unter Wasser? Die Besonderheit im Miteinander und dem sich positiv in seiner Umwelt auswirken ist, dass es nicht viele Gelegenheiten für tiefe Begegnungen gibt. Diese zu schätzen und sie nicht durch oberflächliche Traditionen und Angst zu zerstören, ist einer der größten Gewinne der neuen Gesellschaft. Durch das Fehlen von Überlebensangst und das Fehlen einer Notwendigkeit, Geld erwirtschaften zu müssen kann sich jeder nach seinen Fähigkeiten entwickeln, was eine wahre Produktivitätsexplosion möglich macht. Selbstdarstellung ist ersetzt worden durch ein inneres Streben. Jeder misst sich daran, wie gesund er ist, wie positiv seine Aktionen für die Welt wirken. Schein ist nicht mehr wichtiger als Sein!

Die Sehenden sind es nicht, die sich für sehend halten, immer nur die Blinden.
Marie von Ebner-Eschenbach

Zu sagen, wir wüssten alles ist von einem gewissen Humor geprägt, der Blinde führt nicht mehr den Lahmen, wir sagen nicht etwas auf eine umständliche Art weil wir den Tatsachen, irgendeinem unnötigen Zweck wegen, meinen ausweichen zu müssen. Wir sind nicht ständig beleidigt sondern erkennen unseren Versuch und unsere Mühe an der gemeinsamen Entwicklung.

Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?
George Bernard Shaw

Straßen und Autobahnen werden nicht mehr an einem Budget bemessen, sondern an ihrem Sinn, wir achten auf Ästhetik, auf Gesundheit und Glück. Unsere Städte erblühen, jeder hat ein Recht auf Wohnraum, den er auch nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Jedem wohnt eine selbstverständliche Ausrichtung inne, für die Umgebung zu sorgen, sie zu erhalten und zu entwickeln.

Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt.
Aristoteles

Weil das eine Schön ist, ist nicht das andere weniger schön. Wir denken nicht mehr in entweder - oder. Es gibt alles und überall, wie es nichts nirgendwo geben kann. Es liegt gänzlich an uns. Wir lernen eine gänzlich neue Art der Wahrnehmung und begreifen, warum der Beobachter seine Realität schafft.

Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben.
Marcus Aurelius

Wir stehen nicht weitere hundert Jahre still. Wir bewegen uns und denken und handeln. Was uns antreibt, ist der Wille aufzuräumen und die Fehler der Vergangenheit in etwas Nutzbares zu wandeln.

Die Gedankenlosigkeit hat mehr ehrliche Namen zugrunde gerichtet als die Bosheit.
Marie von Ebner-Eschenbach

Umsicht hält uns in Schach, keine Deadline, kein Produktionsvorgabe. Haben wir das Möglichste bedacht? Sollten wir so weitermachen oder einen anderen Weg wählen?

Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor einem Kaiser kriechen.
Benjamin Franklin

Schwarz und Weiß ist keine Entscheidung mehr sondern eine Option unter vielen. Menschen sind kein Standbild mehr sondern ein Film.

Der Humor nimmt die Welt hin, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern und zu belehren, sondern mit Weisheit zu ertragen.
Charles Dickens

Naturgesetze sind Wahrheiten, die uns Arbeit abverlangen und Aufgaben geben. Das Erkennen über die eigene Natur macht uns bewusst und dieses Bewusstsein setzen wir um, indem wir lernen, Wiederholungen zu meistern ohne sie zu verteufeln. Wir atmen unser Leben lang, warum sollten wir das als mühevoll betrachten?

Das Gefühl schuldiger Dankbarkeit ist eine Last, die nur starke Seelen zu ertragen vermögen.
Marie von Ebner-Eschenbach

Der Tod ist kein Tabu. Wir schätzen die Leistungen der Vorfahren und auch ihre Fehler.

Um Feinde zu bekommen, ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären. Es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt!
Martin Luther King

Utopien sind nur solange Träume, bis wir anfangen sie zu leben!

Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage
William Shakespeare

Bewusstsein oder bewusst sein?

Und nun?

Es scheint doch so zu sein, dass Bewusstsein nichts ist, wozu du dich zwingen kannst. Wie also diesen ersten Schritt machen, wenn es so scheint, dass der Mensch aus seiner Realitätsblase nicht heraus kommt? Beschäftigung mit dem, was du selbst nicht denkst oder worüber du anders denkst, ist da eine Option. Um aus deiner Erkenntnisblase heraus zu kommen, musst du die Sichtweisen Andersdenkender kennen lernen.

Dass du danach genauso denkst ist weder das Ziel, noch musst du das befürchten.

Den Wald vor Bäumen

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie du es anstellen würdest, dass Menschen, die du für dich arbeiten lassen möchtest, möglichst nicht darüber nachdenken, ob das denn sinnvoll ist?

to hide something in plain sight Hast du diesen Satz schon einmal gehört?

Ist es so, dass etwas unauffälliger wird, je auffälliger es ist? Nehmen wir einmal an, dem ist so - wie lässt sich das erklären?

Unsere Gehirne verbrauchen eine Menge Energie, deshalb sind sie die meiste Zeit auf Autopilot gestellt. Nur Auffälligkeiten, also besondere Situation oder ein Willensakt wie Aufmerksamkeit, sorgen für Erkenntnis und Denkleistung, für Bewusstsein. Das meiste um uns herum blenden wir komplett aus.

Emotion steuert

Die Propagandaindustrie, oder wie sie sich selbst nennt Werbung, nutzt diese Tatsachen gezielt aus. So wird dir z.B. möglichst penetrant ein neues Lied unzählige Male täglich zu hören gegeben, so dass sich eine gewisse Gewöhnung einstellt und du es, als Massenphänomen, das nun auch von deinen Freunden in Gespräche getragen wird, schlussendlich kaufst und davon sagst das Lied finde ich gut.

Würdest du ganz sachlich darüber nachdenken, sind Lieder wie Gangnam Style nicht unbedingt wertvoll. Die Situationen und vor Allem auch die Emotionen, in denen du dieses Lied hörst mit denen du es verbindest allerdings, verknüpfen sich mit dem Lied und so triggert das Lied irgendwann eine, mit ihm verknüpfte, Empfindung.

Bei Drogen, wie Zigaretten, ist es lange Zeit die Freiheit und Ursprünglichkeit gewesen, mit der der Marlboro-Man in den Hirnen verknüpft wurde. Freiheit ist demnach objektiviert, in Form einer Zigarette, abrufbar geworden. Aber dabei hört es nicht auf. Menschen achten auf verschiedenste Arten auf ihre Außenwirkung und so ist diese Zigarette oder das laut gehörte Lied auch immer ein Statement an andere.

Geht es hierbei um Aufmerksamkeit oder um das eigene Dopamin, welches die Welt der Tatsachen überlagern soll? Wenn ja, ist Realität das, was wir dazu machen und hieße das nicht, dass wir selbst zu oft eine negative Realität erschaffen, ganz ohne Zwang?

Lässt sich daraus nicht auch ableiten, dass Menschen sich nur allzu leicht steuern lassen und deutlich gesagt auch gern in Selbstbetrug abdriften?

Lieber ein glückliches Schwein?

Nur wenige Menschen würden darein einwilligen, sich in eines der niederen Tiere verwandeln zu lassen, wenn man ihnen verspräche, dass sie die Befriedigungen des Tiers im vollen Umfange auskosten dürften. [...] Es ist besser, ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufrieden gestelltes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr.
John Stuart Mill

Diese Büxe der Pandora ist mit Vorsicht zu genießen! Bewusstsein und bewusstes Sein eröffnet eine Welt voller Fragen und lässt keinen Stein auf dem anderen. Es ist schwierig abzuwägen, ob man lieber in friedvoller Ignoranz das Retortenleben leben sollte oder sich seines Geistes bedient und die Freude an wachsender Erkenntnis gepaart mit dem bitteren Schmerz über nicht änderbare Zustände wählt.

Ist das eine Frage nach Niveau, oder eine nach Haltung? Ist das die Frage nach Gedanken über den Wert, den sich jeder selbst beimisst? Ist es vielleicht Unsinn und führt nur in eine negative Denkspirale? Darf man sich diese Fragen stellen? Wenn nicht, warum nicht?

Unerlaubte Fragen

Die Gesellschaften haben sich in vielerlei Hinsichten geordnet, Themengebiete wurden als verpönt definiert oder als salonfähig. Warum allerdings sind Fragen nach außerirdischem Leben und der gleichen Dinge mehr eher verpönt während ganze Industrien sich damit perpetuieren, Informationen über die Ess- und Kleidungsgewohnheiten sogenannter Celebreties anzubieten.

Ist es nicht wertvoll für die eigene Existenz und die Gesellschaften generell, sich zumindest über diese Frage bewusst zu werden?

Warum sterben 2020 unzählige Menschen an Adipositas, Rauch, Luftverschmutzung, Umweltgiften, Medikamenten, Gewalt uvm. während der Erdball vor Covid-19 still steht. Warum sind auf der einen Seite die angenommenen Folgen von etwas mit globalen Folgen belegt und auf der anderen Seite sterben Millionen Menschen ganz sicher und stetig weiter? Ist Geld hier ein Faktor?

Ist es so, dass Menschen an Hunger sterben und gesagt wird, man könne den Hunger auf der Welt nicht bezwingen aber auf der anderen Seite ist eine unendliche Menge Geld für Rüstung vorhanden etc.? Wie viele dieser offenbaren Fragestellungen übersiehst du jeden Tag, während du das tust was du tust?

Wir haben viele Mechanismen zur Befriedung der eigenen begründeten Sorgen, diese sind salonfähig. Konsum, Erwerbsarbeit z.B., es wird gesagt, die Gesellschaften würden in Anarchie und Krieg versinken, würden Menschen nicht mehr konsumieren und für Geld tätig sein. Ist das so? Hast du einmal nachgeforscht, ob es wirklich so war, dass Geld den Tauschhandel ersetzt hat oder ob generell nur zwischen Fremden getauscht wurde und unter sich bekannten Menschen schon immer eine eher familiäre Einigkeit über Leistungen herrschte? Ist es möglich eine ernsthafte und zielführende Debatte über den Sinn und Unsinn des heutigen Kapitalismus zu führen?

Führen wir heute große Gesellschaftsdialoge über Nachfolgesysteme zum Geld und reden darüber, ob es nicht dringend notwendig wäre, Macht und damit Geldreichtum Einzelner zu unterbinden? Ist eine ursächlichere Debatte im Gange, die allen bewusst machen möchte, warum wir stets und ständig Betrügern und Psychopathen auf den Leim gehen?

Wird darüber debattiert, wonach wir als Gesellschaft streben sollten und überhaupt können oder eifern wir dem Bekannten nach und gehen bei dadurch auftretenden seelischen Qualen zum nächsten Psychologen, der auch nur deshalb den Job ergriffen hat, weil er wahrscheinlich selbst ein ähnliches Problem hat?

Ist diese Art der Frage ganz bewusst möglich? Oder endet die Freiheit der Gedanken und der Meinung ganz schnell wenn Diskurskeulen und Etiketten ins Spiel kommen? Wirst du gesellschaftlich ausgegrenzt, wenn du derartige Fragen stellst und forderst, dass die Ursachen für ein Übel tatsächlich bekämpft werden und nicht nur dessen Symptome?

Diskurs schafft Freiheit

Es geht gar nicht um die eigentlichen Themen, wie z.B. UFO´s GELD, CO2, Hierarchie der Gesellschaft, Wissenschaft als Religion, Diskreditieren von Kritik / Ausschließen von Kritik etc.. Es geht vielmehr um die Überlegung zu den Folgen von Diskurs bzw. dem Bewusstsein zur Unmöglichkeit abweichender Meinungen und demnach primär um die Frage: Wollen wir so unfrei sein? Wenn ja warum, wenn nein, warum nicht?!

Bewusstsein und bewusstes Sein ist ein heute leider oft schmerzvoller Prozess, der sich dennoch lohnt, denn der Mensch lebt nicht von Brot allein!

Es gibt nur eine Anleitung zu mehr Bewusstsein: Fragen stellen, Fragen zu Fragen stellen und sich viele Meinungen anhören, die vor Allem nicht die eigene Überzeugung bedienen, OHNE sich von jeder neuen Information vereinnahmen zu lassen!

Es stellt sich dazu die Frage, ob wir in Deutschland durch Schule und Gesellschaftsordnung hierzu überhaupt noch in der Lage sind!

Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muß man auch haben.
Hans Christian Andersen